| URL: http://www.gastroenterologie-hamburg.de/index.php?hid=6&id=33 | |
| Datum: 03.11.2017 | Uhrzeit: 18:27:01 |
|
|
• Ösophagogastroduodenoskopie (Magenspiegelung): Sie beinhaltet die genaue Untersuchung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm und wird mit einem flexiblen Instrument (Endoskop) durchgeführt. Sie erlaubt die direkte, natürliche Betrachtung der Organe des Verdauungstraktes mit einer Videokamera. • Untersuchungsgründe: Verschiedene Symptome wie Engegefühl im Hals, Schluckstörungen, Sodbrennen, Schmerzen hinter dem Brustbein, längere Zeit bestehende Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen von frischem oder altem Blut, Durchfallerkrankungen, Gewichtsabnahme, Tumorsuche, Vor- und Nachsorgeuntersuchungen. • Vorbereitung: Eine spezielle Vorbereitung ist nicht notwendig. Die Untersuchung wird in der Regel vormittags erfolgen. Nehmen Sie am Abend vorher nur eine leichte Mahlzeit ein und bleiben Sie am Morgen nüchtern. • Durchführung: Vor der Untersuchung wird der Rachen mit einem Spray betäubt, sofern nicht eine Allergie besteht. Lose Zahnprothesen müssen entfernt werden. Ein Plastikbeißring zwischen den Zähnen verhindert die Beschädigung des empfindlichen Instrumentes. Bei Bedarf können Sie eine Beruhigungsspritze erhalten. Ihr Puls und Ihre Sauerstoffsättigung werden kontinuierlich überwacht. Die Untersuchung dauert in der Regel nur wenige Minuten. Dabei können Gewebeproben zur feingeweblichen oder bakteriellen Untersuchung entnommen werden. 1 Stunde nach der Untersuchung können Sie wieder essen und trinken. • Medikamente: Bitte beachten Sie bei der Medikamenteneinnahme die Anweisungen des aufklärenden Arztes. Insbesondere blutverdünnende Medikamente (Aspirin/ASS/Plavix/Marcumar) dürfen 5-10 Tage vor und nach der Untersuchung nicht eingenommen werden. • Sonderfall: Bei schon bekannten Vorbefunden, z.B. Magenpolypen, können bei dieser Untersuchung auch endoskopische Eingriffe (Polypenabtragungen) durchgeführt werden. In diesem Fall ist vorher eine Blutuntersuchung zur Bestimmung von Blutbild und Gerinnungswerten notwendig. • Juristische Aufklärung: Die Magenspiegelung ist heute eine Standardmethode und wird sehr häufig angewandt. Bei Untersuchungen dieser Art können selten Komplikationen auftreten. Ernste Komplikationen werden mit einer Häufigkeit von 1:10.000 bis 1:20.000 angegeben. Sie treten insbesondere bei Injektion eines Beruhigungsmittels auf, da diese Medikamente Atem- und Kreislauffunktionen beeinträchtigen und Allergien auslösen können. Bei endoskopischen Eingriffen (z.B. Polypabtragung) besteht ein höheres Risiko, eine Blutung auszulösen oder die Organwand zu tief zu verletzen. Wenn Sie zur Untersuchung eine Spritze erhalten, wird Ihr Reaktionsvermögen für ca. 24 Stunden beeinträchtigt. Während dieser Zeit dürfen Sie kein Fahrzeug steuern und keine Maschinen bedienen. Bitte beantworten Sie folgende Fragen. Sie helfen uns Risiken zu vermindern.
|